20110924

VON MIGRANTEN ZU GESCHÄFTSLEUTEN: CHINESISCHE HÄNDLER IN ATHEN

(Working with a German TV-crew in Athens, Greece)

Ein richtiges Chinatown mit Eingangstoren, bunten Tempeln und zahllosen chinesischen Geschäften wie etwa in San Francisco gibt es in Griechenland eigentlich gar nicht. "Chinatown" nennt man in Athen vor allem die abgelegene Aghisilaou Straße oder aber auch die "Plateia Theatrou", den Theaterplatz im Stadtzentrum. Aber dort gibt es keine Tempel oder Restaurants, sondern ein paar Handelszentren, also Häuserblocks mit chinesischen Geschäften. Doch die reichen aus, um Einheimische auf die Barrikaden zu bringen.

Dort hat auch Lan Xiao Cheng seinen wirtschaftlichen Aufstieg geschafft. Seit über fünfzehn Jahren lebt der geschäftstüchtige Händler aus China in Athen. "Ich kam zum Studieren nach Griechenland und nach drei Jahren habe ich einen Import-Export-Laden für Seidenstoffe und Kleidung eröffnet" erzählt er. Wenig später habe Griechenland den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2004 erhalten, aber damals sprach hier kaum jemand Chinesisch, sagt Cheng: "Ich dachte mir, ich könnte es doch mit einem Reisebüro versuchen. Heute kommen immer mehr Leute nach Griechenland. Das Geschäft wächst jährlich um 20 Prozent". Er sei eben immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen und konnte so eine eigene Existenz aufbauen.

Billigläden von finanzstarken Chinesen

Offiziell leben 2.000 Chinesen im Großraum Athen, ihre tatsächliche Zahl liegt vermutlich zehnmal so hoch. Es handelt sich vor allem um Touristen, die nach Ablauf ihres Visums weiter in Griechenland bleiben- ob legal oder illegal. Viele besitzen einen Laden für Billigkleidung oder arbeiten in der Gastronomie. Um ihren geschöftlichen Erfolg werden sie durchaus beneidet. Griechische Geschäftsleute reagieren empört. Sie werfen den Chinesen unlauteren Wettbewerb, Lohndumping und massiv gestiegene Mietpreise vor. Auch Dimitris Armenakis, Vorsitzender des griechischen Handelsverbandes, läuft Sturm gegen die unliebsamen Konkurrenten. Er wirft ihnen vor, ihre Waren nicht nur im eigenen Laden, sondern auch auf der Straße zu verkaufen- und zwar schwarz. "Die Behörden sind nicht in der Lage, den Schwarzhandel einzudämmen" erklärt er. "Und die chinesischen Höndler nutzen das Unvermögen das Staates aus. Für uns sind sie eine echte Plage. Wir sind nicht gegen irgend jemanden, aber wir verlangen, dass die Gesetze eingehalten werden"

Vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland

Griechenland, einst ein Auswanderungsland, wird zum beliebten Einwanderungsziel junger Menschen aus Asien und Afrika. Doch das Land scheint finanziell und politisch überfordert und von der EU allein gelassen. Und die griechischen Behörden verfolgen nicht einmal im Ansatz eine vernünftige Integrationspolitik. Angefangen von der bloßen Registrierung der Einwanderer über ihre wirtschaftliche oder rechtliche Absicherung bis hin zur konkreten Integrationsmaßnahmen stecken die politischen Bemühungen in den Kinderschuhen. Fragen der Staatsangehörigkeit werden vernachlässigt. Dass die Griechen wenig über die Zuwanderer wissen, macht die Sache nicht einfacher.

So hat das Athener Institut für internationale Wirtschaftsbeziehungen erst im Jahr 2007 die allererste wissenschaftliche Studie über asiatische Einwanderer in Griechenland durchführen lassen. Plamen Tonchev, Asienexperte bulgarischer Abstammung und Initiator der Studie, hat nur Gutes zu erzählen über die Chinesen. Die Studie habe ergeben, dass sie fleißig, realistisch, geschäftstüchtig und besonders gut ausgebildet seien. "Das hilft ihnen dabei, ihre wirtschaftlichen und unternehmerischen Ziele schneller zu erreichen" glaubt Tonchev. "Ich denke daher, dass wir uns nicht über die Chinesen beschweren dürfen. Statdessen sollten wir lieber unsere eigenen Hausaufgaben machen und die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft verbessern".

Die Wirtschaftskrise macht den griechischen Händlern zusätzlich zu schaffen. Allein in diesem Jahr mussten über 1.000 Kleinbetriebe im Großraum Athen Konkurs anmelden, Experten befürchten noch Schlimmeres in den nächsten Monaten. Die Gefahr ist groß, dass die Chinesen als Sündenböcke für die Krise herhalten- und auch für eine versäumte Integrationspolitik.

(Bericht für die Deutsche Welle, August 2009- Ρεπορτάζ για το γερμανικό πρόγραμμα της Ντόϊτσε Βέλλε, Αύγουστος 2009)




EU-PARLAMENT SIEHT VERBESSERTE SICHERHEITSLAGE IM KOSOVO

(Following the news in the European Parliament in Strasbourg, France)

Ein Jahr nach Ausrufung der Unabhängigkeit ist das Kosovo friedlich und einigermaßen stabil. So sieht es das Europaparlament in Straßburg. In einer Erklärung attestieren die Abgeordneten dem jüngsten Staat Europas eine "verbesserte Sicherheitslage", dennoch sind sie besorgt über die weit verbreitete Korruption und die organisierte Kriminalität in der Region. Laut internationalen Presseberichten steht das Kosovo in dem Ruf, Verbrecherbanden als Geldwaschanlage zu dienen. Doris Pack, Vorsitzende der Südosteuropadelegation im Europäischen Parlament, mahnt zur Vorsicht mit Vorurteilen. "Was sie da beschreiben, ist nicht nur im Kosovo so, es ist in Serbien ähnlich. Wir haben hier eine böse Hinterlassenschaft des Milosevic-Regims in der ganzen Region. Sie haben auch gesehen, dass in Kroatien plötzlich diese alten Seilschaften eben wieder hochgekommen sind durch den Mord an der jungen Tochter eines Staatsanwalts. Das kann man jetzt nicht dem Kosovo allein anlasten" erklärt die CDU-Europaabgeordnete.

Weitere Stabilisierung notwendig

54 Staaten weltweit haben bereits das Kosovo als Staat anerkannt, darunter die USA und die meisten, aber nicht alle EU-Mitgliedstaaten. In mehreren europäischen Hauptstädten betrachtet man das Kosovo immer noch als einen gefährlichen Präzedenzfall. Martin Schulz, Vorsitzender der Sozialistischen Fraktion im Europaparlament, plädiert für eine nüchterne Betrachtung der Lage: "Sicher bereitet das nach wie vor Sorgen. Wir alle sind uns aber im Klaren, dass die Selbstständigkeitserklärung des Kosovo völkerrechtlich und staatsrechtlich hoch umstritten war und ist. Mehr denn je ist es deshalb erforderlich, dass wir Kosovo ökonomisch und institutionell stabilisieren. Der Staat existiert nun mal und ihn seinem Schicksal zu überlassen, wäre ein Fehler".

Eine internationale Uni für Kosovo?

Das Europäische Parlament hat die Staatengemeinschaft aufgerufen, EULEX nach Kräften zu unterstützen. Doch Politik allein genügt nicht. Im Kosovo ginge es auch darum, Menschen verschiedener Volksgruppen im Rahmen konkreter Projekte zusammenzubringen, meint die deutsche Europaabgeordnete Doris Pack: "Es gibt zum Beispiel den Vorschlag von uns, eine internationale Universität ins Zentrum des Kosovo zu stellen. Es gibt eine Universität in Pristina, es gibt eine in Mitrovica und wir möchten eine internationale Universität im Zentrum, wo eben Serben und Albaner gemeinsam lernen". Doris Pack hofft, dass die jungen Leute so gegenseitige Toleranz lernen.


(Bericht für die Deutsche Welle, Februar 2009- Ρεπορτάζ για το γερμανικό πρόγραμμα της Ντόϊτσε Βέλλε, Φεβρουάριος 2009)



INTERNET GOVERNMENT FORUM

(Interview with Greek politician Giorgos Papanikolaou)
                                                                         
Nichts Geringeres als eine neue Welt-Internet-Ordnung stand zur Debatte. Über 1500 Experten von Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft kamen nach Athen, um sich über Sicherheit, Vielfalt und Zugangsversorgung im Netz auszutauschen. Konkrete Entscheidungen wurden allerdings nicht getroffen und auch nicht erwartet.

Zunächst einmal ging es darum, dass alle zusammenkamen und laut über eine künftige Netzregulierung nachdachten. Prominenter Gast: Der US-Amerikaner Vinton Cerf, der als Vater des Internets bezeichnet wird. Seiner Ansicht nach müsste im Internet einiges geregelt werden: Rechtsmissbrauch, Cyber-Kriminalität, Spam-Mails, Belästigung, sowie das Urheber- und Persönlichkeitsrecht. "Wir müssen alle diese Probleme angehen, und zu diesem Zweck brauchen wir eine staatsübergreifende Zusammenarbeit oder sogar neue internationale Verträge. Zum Beispiel einen rechtlichen Rahmen, der die Gültigkeit der digitalen Unterschrift behandelt" sagte Cerf.

Cerf ist Mathematiker, Informatiker und Leiter der US-Behörde ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), die immer noch die Aufsicht über das weltweite Netz innehat. In Amerika ist Cerf eine Kultfigur der digitalen Welt. In Europa wird die amerikanische Dominanz allerdings mit Skepsis beobachtet. Nimmt Cerf die Meinungsunterschiede zwischen Europa und Amerika wahr? Im Moment nicht, meint er. "Vor einiger Zeit waren die Europäer richtig nervös, würde ich sagen. Zum Beispiel wegen der Sonderbeziehung zwischen ICANN und der US-Regierung, schließlich wurde unsere Behörde von der Regierung gegründet" erklärt Cerf. Allerdings gelte seit September ein neues Gesetz und dadurch werde ICANN vom US- Handelsministerium deutlich distanziert.

Der Trend geht hin zu mehr Sicherheit im Netz. Russland und Brasilien fordern sogar eine internationale Netzverwaltung. Die Wirtschaft kümmert sich eher um den Schutz des Urheberrechts. Ob die Welt tatsächlich eine strengere Internet-Aufsicht braucht, blieb auch in Athen höchst umstritten. Schließlich sei das Netz gerade deswegen so faszinierend, weil es keine Grenzen kenne, glauben viele Experten.

Mary Wong, Professorin für Privatrecht am Franklin Pierce Law Center im US- amerikanischen New Hampshire, plädiert für eine Güterabwägung. "Wenn wir über das Internet sprechen, dann dürfen wir eins nicht vergessen: Es gibt keine absolute Freiheit und auch kein absolztes Recht, es geht nur darum, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden zu finden" erklärt Wong und hat auch ein Beispiel parat: "Wie oft darf man einen Inhalt kopieren? Es ist doch ein großer Unterschied, ob ich einen direkten Link auf einen Song für alle Internet-User setze oder nur einen Online-Zeitungsartikel für meine eigene Recherche kopiere".

Das Internet Government Forum wurde auf dem Weltgipfel der Informationagesellschaft 2005 in Tunis gegründet und soll als globales Diskussionsforum die Zukunft des Internets mitgestalten. Wenn es nach den Vereinten Nationen ginge, würde es jährlich stattfinden. Dass dort rechtlich bindende Regelungen verabschiedet werden ist allerdings unwahrscheinlich, denn dabei würden die USA wohl nicht mitmachen.

(Bericht für die Redaktion Wirtschaft der Deutschen Welle, November 2006- Ρεπορτάζ για το γερμανικό πρόγραμμα της Ντόιτσε Βέλλε, Νοέμβριος 2006)

20071017

THE OLYMPIC GAMES ARE COMING HOME

(Backstage: German TV studio in the International Broadcasting Center just near the Athens Olympic Stadium, August 2004)

The city of Marathon, 42 km northeast of the Athens city center is highly proud of the coming Summer Olympics. Here lies the start of the fabled “Marathon route”, here the Greeks held their very first “test events” for the Olympics, here the Japanese celebrated the legendary Marathon victory of Masato Yanaharo, who, in 1999, won the exhausting 42 km – race after a fantastic sprint, just three seconds ahead of his Greek competitor.

But in 2004 Greek officials have their own “Marathon route” to manage : Major public works are still in progress with only 15 weeks to go, crucial transport projects ( including a new Tram line to the southern Athens suburbs ) are delayed. Bad weather conditions may put the heavy work schedule in jeopardy.

Good road connections to many sport venues are under construction. Not to mention the (still missing…) “state of the art” Olympic Stadium roof – structure, designed by the famous Spanish architect Sandiago Calatrava. It was supposed to become the status symbol of a futuristic Olympic City, but its construction started later than originally planed and is now put at risk, due to alleged “problems of ground stability”. Which is quite surprising, for calculations relating to static equilibrium are usually made before and not months after construction work starts.

Be that as it be, Athenians still feel unshakably optimistic about finishing the job on “schedule”, with style and élan ! And not only that : Today they are even happy about the progress made so far ! Only a few years ago, words like “deadlines” and “results” were quite unknown for the Greek public sector. Infrastructure projects of great importance were postponed for decades.

But now, Greek taxpayers at last see some first results !
Since 2001 Athens has a modern airport, built by a German company, which will also run the facilities for the next 20 years. New metro lines connect 22 central locations in downtown Athens ; some of the new Metro – stations look like art galleries ! Only in the very first 100 days after opening, over 25 millions passengers used the newtransport network, which is now unceasingly expanding in the Athens Metropolitan Area.

Athens, so far admittedly not one of the most attractive tourist destinations worldwide, offers today a better tourism infrastructure, brand – new conference facilities, as well as accommodation facilities for up to 120.000 visitors. Who, from now on, can visit and even “experience” a new sight, perhaps the most romantic one in downtown Athens : a sophisticated, beautifully designed network of pedestrian zones connecting all major ancient monuments, old districts and green spots of the city center. The Athenians and their visitors can enjoy their long walk or their ice cold coffee in the sun, taking a look at the Acropolis or at the Sunday flee market.

( Published in the "Official Journal of the European Commission in Japan", Spring 2004 - Ρεπορτάζ για το επίσημο περιοδικό της Ε.Ε. στην Ιαπωνία, ΄Ανοιξη του 2004 )

20071016

ENERGIEPROJEKTE IN SÜDOSTEUROPA

(Reporting for German TV from a refugee camp near the Greek-Turkish border)

14 Jahre lang wurde darüber verhandelt, jetzt ist es endlich so weit : Voraussichtlich am 6. März unterzeichnen Russland, Griechenland und Bulgarien eine Vereinbarung über das so genannte „Bourgas- Alexandroupolis- Projekt“. Es handelt sich um eine 280 Kilometer lange Pipeline, die Erdöl aus den Schwarzmeerhäfen über Bulgarien und Griechenland an die Märkte Westeuropas liefern soll. Die neue Pipeline hätte eine Jahreskapazität von 35 Millionen Tonnen.

Das Projekt soll auch dem sogenannten „Südosteuropäischen Energiemarkt“ neue Dynamik geben. Bereits 2006 haben alle Länder der Region –mit Ausnahme der Türkei- den Vertrag über einen Binnenmarkt für Energie auf dem Balkan unterzeichnet. Über dieses Projekt berieten nun Teilnehmer aus unterschiedlichen Ländern Südosteuropas auf einem internationalen Energiegipfel in Athen.

In Griechenland gilt die neue „Transbalkan-Route“ als Vorzeigeprojekt moderner Energiepolitik. Dazu kommt eine weitere Trasse, die Erdgas aus dem Kaspischen Meer über die Türkei nach Griechenland und weiter nach Italien transportieren soll. Spätestens 2011 sollen beide Pipelines ihren Betrieb aufgenommen haben. Doch bereits jetzt denken viele Politiker über Alternativen nach. So etwa der albanische Wirtschaftsminister Genc Ruli: „Albanien hat ein besonderes Interesse an solchen Projekte, denn heute haben wir als einziges Land überhaupt keinen Zugang zu einer Gaspipeline“. Tirana würde ein Projekt bevorzugen, dass Albanien nicht nur als Konsumenten, sondern auch als Transitstaat für Energielieferungen nach Europa vorsieht. Das würde sich auch finanziell lohnen. „Eine Pipeline, die Erdgas aus der Türkei über Griechenland und Albanien nach Italien liefert, wäre um mindestens 150 Kilometer kürzer als jede andere Alternativstrecke“, so Ruli.

Vor allem müssten auch die Reformpläne für den Energiesektor in der Region vorankommen, so die einhellige Meinung der Teilnehmer. Das dies dringend nötig ist, erläuterte Liubomir Velkov, Leiter der bulgarischen Elektrizitätswerke: „Bei der vorhandenen Infrastruktur ist die Energieeinfuhr aus Westeuropa technisch kompliziert. Es gibt nur wenige Verbindungen zwischen den Elektrizitätssystemen von West- und Südosteuropa, deswegen hat man bei uns kaum eine Chance, Strom aus Westeuropa zu importieren. Wir haben immer noch einen defizitären Markt, deshalb steigen auch die Energiepreise in der Region“.

Noch setzen die Länder Südosteuropas vor allem auf herkömmliche Energiequellen: Kohle, Braunkohle und Wasserkraft. Bulgarien möchte seine Nuklearpolitik vorantreiben. Nach mehreren Störfällen im veralteten Kernkraftwerk Kosloduj wurden vier der insgesamt sechs Reaktoren abgeschaltet, doch nun wird ein neues Werk im Norden Bulgariens gebaut. Nicht alle Nachbarländer sind davon begeistert, aber das Land braucht einfach mehr Energie, sagt der Leiter der bulgarischen Elektrizitätswerke Liubomir Velkov: „Das Ausschalten der Kerneaktoren in Kosloduj belastet unseren Energiemarkt mit einem weiteren Defizit. Dadurch haben wir sechs Milliarden Kilowattstunden weniger als zuvor. Das merkt man auch daran, dass die Energiepreise innerhalb eines Jahres um 30 bis 50 Prozent gestiegen sind“.

Auch in Südosteuropa ist es nicht einfach, den richtigen Energiemix zu finden. Doch zunächst einmal geht es darum, den ständing wachsenden Energiebedarf überhaupt zu decken. Die geplanten Projekte könnten mit dazu beitragen.

( Bericht für die Deutsche Welle – Fokus Ost-Südost, März 2007 - Ρεπορτάζ για το γερμανικό πρόγραμμα της Ντόιτσε Βέλλε, Μάρτιος 2007 )



20070311

ΤΗΛΕΟΡΑΣΗ ΧΩΡΙΣ ΣΥΝΟΡΑ

(Interviewing Greek singer George Dalaras for German TV in Hamburg)

Η θεωρία είναι απλή : Η Ε.Ε. χρειάζεται ένα νέο πλέγμα ρυθμίσεων που θα εγγυάται την ελεύθερη μετάδοση τηλεοπτικών προγραμμάτων, θα περιορίζει τη διαφήμιση, θα προωθεί τις ευρωπαϊκές συμπαραγωγές και θα προστατεύει τον τηλεθεατή από την παραπληροφόρηση και τα ακατάλληλα περιεχόμενα. ΄Ομως η θεωρία είναι πιο εύκολη από την πράξη...

"Από το 1986 μέχρι το 2000 είχαν βγει 60-70 κοινοτικές οδηγίες για την τηλεόραση χωρίς σύνορα" επισημαίνει ο ευρωβουλευτής της Ν.Δ. Μανώλης Μαυρομμάτης. "Από το 2000 μέχρι το 2005 δεν έχει βγει καμία. ΄Ομως οι ήδη υπάρχουσες οδηγίες τηρούνται; Η δική μου προσωπική άποψη από την έρευνα που έκανα είναι ότι όχι, δεν τηρούνται !"

Πρόσφατα το Ευρωπαϊκό Κοινοβούλιο ενέκρινε έκθεση του Γάλλου ευρωβουλευτή Ενρύ Βεμπέρ για την "Τηλεόραση χωρίς Σύνορα" και ζητεί από την Κομισιόν νέα μέτρα. Πρώτη προτεραιότητα θεωρείται μία αντιτράστ νομοθεσία για την υπερσυγκέντρωση των ΜΜΕ στην Ευρώπη. "Δεν αρκεί να πετάει η Κομισιόν το μπαλάκι στα κράτη μέλη" λέει χαρακτηριστικά ο ευρωβουλευτής του ΣΥΝ Δημήτρης Παπαδημούλης. "Διότι με αυτή τη μέθοδο τα προηγούμενα χρόνια το πρόβλημα όχι μόνο δεν αντιμετωπίστηκε, αλλά μεγάλωσε. Και δεν έχουμε μόνο τον Μπερλουσκόνι. Σε αρκετά κράτη-μέλη έχουμε φαινόμενα εντεινόμενου μπερλουσκονισμού, επομένως χρειάζεται κοινή ευρωπαϊκή απάντηση. Προτείνω λοιπόν, όταν η Κομισιόν θα ετοιμάσει την αναθεωρημένη πρόταση οδηγίας, να μας φέρει μία αντιτράστ κοινοτική οδηγία, η οποία να βάζει ελάχιστα όρια στο θέμα της υπερσυγκέντρωσης".

Ο Γάλλος εισηγητής του Ευρωκοινοβουλίου είχε διαπιστώσει ότι ορισμένες διατάξεις της οδηγίας, όπως αυτές που αφορούν τη διαφήμιση, δεν εφαρμόζονται, ελλείψει καταλλήλων ελέγχων σε πολλά κράτη-μέλη. Ο ευρωβουλευτής της Ν.Δ. Μανώλης Μαυρομμάτης επισημαίνει ότι αυτό ισχύει για τις διατάξεις που αποβλέπουν στην προστασία των ανηλίκων.
"Πρέπει να δούμε με ποιον τρόπο η καινούρια τεχνολογία που εισβάλλει στα σπίτια μας θα περιοριστεί, είτε πρόκειται για πορνογραφία, ειτε πρόκειται για διάδοση άλλου υλικού" υποστηρίζει. "Δεν είναι δυνατόν σε μεγάλα τηλεοπτικά προγράμματα να εμφανίζονται οι πρωταγωνιστές να καπνίζουν, ενώ αυτό το προϊόν απαγορεύεται και να πίνουν αλκοολούχα ποτά, ενώ αυτά απαγορεύονται ως προβολή και διαφήμιση".

Η Ευρωπαϊκή Επιτροπή φαίνεται να ρίχνει ιδιαίτερο βάρος στην απελευθέρωση της διαφήμισης, συνεπικουρούμενη από το λόμπυ της ιδιωτικής τηλεόρασης. Μόλις πρόσφατα η επικεφαλής του μεγαλύτερου ραδιοτηλεοπτικού οργανισμού στην Ευρώπη, η πρόεδρος του γερμανικού RTL ΄Ινγκριντ Χαας, ζήτησε από την Κομισιόν να αρθούν οι σημερινοί περιορισμοί στη διαφήμιση και να επιτραπεί το product placement στην τηλεόραση, όπως εφαρμόζεται ήδη στον κινηματογράφο.

΄Οσο για την προστασία της ευρωπαϊκής παραγωγής το ψήφισμα Βεμπέρ επιμένει στις "ευρωπαϊκές ποσοστώσεις" και μάλιστα επικρίνει τα σημερινά "παράθυρα" στην ισχύουσα νομοθεσία και ιδιαιτέρως το γεγονός ότι "η εφαρμογή ποσοστώσεων υπολογίζεται ανά ραδιοτηλεοπτικό οργανισμό και όχι ανά κανάλι, γεγονός που συνιστά ουσιαστικά παραβίαση των αρχών της οδηγίας".
"Είναι θέμα ανταγωνιστικότητας απέναντι στους μεγάλους παραγωγούς" επισημαίνει ο Μανώλης Μαυρομμάτης. "Το 70% των τηλεοπτικών προγραμμάτων προέρχεται από τις Ηνωμένες Πολιτείες. Πρέπει να το αντιμετωπίσει η Ευρωπαϊκή ΄Ενωση, όχι βάζοντας φραγμούς στο προϊόν που εισάγεται, αλλά με ποιοτική αναβάθμιση. Δεν μπορεί μέχρι σήμερα να είναι εκτός κυκλώματος ή κλίματος οι ανεξάρτητοι παραγωγοί".

Το πρόβλημα είναι ότι δεν υπάρχει καν εννιαία αντίληψη για το τί ακριβώς είναι ο "ανεξάρτητος παραγωγός", επισημαίνει ο Δημήτρης Παπαδημούλης: "Η έκθεση μιλάει και για την ανάγκη να οριστεί τί σημαίνει έργο. Γιατί καμιά φορά καλύπονται οι ποσοστώσεις της ευρωπαϊκής παραγωγής με γελοίες εκπομπές τύπου ριάλιτυ, τα οποία είναι απλώς μετονομασία των χειρότερων στιγμών της αμερικανικής τηλεόρασης. Δεν είναι αυτό το ζητούμενο. Οι Αμερικανοί στηρίζουν τα προϊόντα τους. Γιατί και οι Ευρωπαίοι να μην στηρίξουν τα δικά τους;"

(Ρεπορτάζ για την Deutsche Welle, Νοέμβριος 2005)

20060820

DIE FIFA LÄSST GRÜSSEN !

(With "Herakles" Otto Rehagel, coach of the Greek national football team)

Eigentlich sollte Europameister Griechenland am 4. Juli den zweiten Jahrestag des EM-Erfolges feiern. Doch ausgerechnet an diesem Tag versetzte der Fußball-Weltverband FIFA die griechischen Fans in einen Schockzustand. Ein Dringlichkeitskomitee der FIFA verfügte die Suspendierung des griechischen Fußballverbandes wegen unerlaubter Einflußnahme des Sportministers Orfanos in Verbandsangelegenheiten. Damit wären die griechischen Nationalteams und Klubs bis auf weiteres von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Schuld daran sei der Sportminister Georgios Orfanos, meint der griechische Verbandspräsident Wassilis Gagatsis.

„Ich denke, wir sind verpflichtet, den griechischen Fußball gegen eine Einmischung in Verbandsbelange zu schützen und das tun wir auch“ sagt der griechische Verbandspräsident Wassilis Gagatsis. „Herr Minister meint, er sei selbst der griechische Fußball. Da sind wir natürlich anderer Meinung“

Seit Dienstag wird im griechischen Parlament über ein neues Sportgesetz beraten, das die staatliche Aufsicht über die Sportfunktionäre verschärft: Eigentlich ein Verstoß gegen die FIFA-Statuten, denn dort wird die Verwaltungsautonomie aller Mitgliedsverbände vorgeschrieben. Doch andererseits: Gerade in Griechenland werden vielen Fußball-Funktionären dubiose Geschäfte und Machenschaften vorgeworfen, Steuerhinterziehung gilt nur noch als Kavaliersdelikt. „Da muß doch der Staat eingreifen können“, meint ex-Fußballspieler Aristidis Kamaras. Der ehemalige Stürmer und Nationalspieler von Panathinaikos Athen hat sich einen Namen als Fachanwalt für Sport- und Arbeitsrecht gemacht und war bereits bei vielen Sportpolitikern als Rechtsberater tätig. Für ihn hat nationales Recht eindeutig Vorrang vor einem FIFA-Statut :

„Es ist doch ganz einfach: Niemand steht über dem Gesetz. Wenn die Mehrheit der Abgeordneten im griechischen Parlament ein Gesetz verabschiedet, dann ist dieses Gesetz auch gültig. Wenn man das Gesetz für verfassungswidrig hält, dann ruft man eben die Gerichte an, nicht die FIFA. Und ich bin mir ganz sicher, der Weltverband würde sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines Staates oder eines Fußballverbandes einmischen, wenn man ihn dazu nicht ausdrücklich aufgefordert hätte.“

Ob der griechische Verbandspräsident Gagatsis eine Suspendierung durch die FIFA provoziert hat, um dem Sportminister Orfanos eins auszuwischen, bleibt dahingestellt. Tatsache ist: Seit Monaten schwelt ein Streit zwischen dem konservativen Sportminister und dem Verbandspräsidenten, der den Sozialisten nahesteht. Es geht um Macht und auch um viel, viel Geld- vor allem um die Einnahmen aus dem Champions League. Gagatsis rechnet mit der Unterstützung der FIFA und der Medien. “Europameister Griechenland auf den Spuren Kambodschas und Kenias“ – solche Schlagzeilen könnten das Ende jeder Ministerkarriere bedeuten. Also geht der Verbandspräsident zur Offensive über und fordert lautstark das Ende staatlicher Einflußnahme in den griechischen Fußball. Doch was heißt eigentlich “Einflußnahme” ?

„Da könnte ich Ihnen zahlreiche Beispiele nennen…“ sagt Wassilis Gagatsis. „Etwa die neue Vorschriften zur Bestellung unseres Vorstandes oder die angebliche Kompetenz des Staates zur Regelung des Disziplinarwesens. Oder das Lizenzsystem des europäischen Fußballverbandes UEFA. In Deutschland gilt diese Regelung seit 10 Jahren, unser Sportminister würde sie am liebsten fallen lassen. Auch das Regelwerk über die Spieleragenten steht zur Debatte, denn der Sportminister seine eigene Regelung durchsetzen, obwohl eigentlich die FIFA dafür zuständig ist“.

Das kann Staranwalt Aristidis Kamaras nicht stehen lassen. Nach der griechischen Verfassung sei der Staat auch für den Sport zuständig, die FIFA sei bestimmt keine Quelle des Völkerrechts und dürfe nicht den Gesetgeber bevormunden.

„Es ist doch absurd, daß die FIFA dem Staat einfach verbietet, privatrechtliche Vorschriften über das griechische Verbandsrecht zu erlassen“ meint der Staranwalt für Sportrecht. „Und im übrigen, diese Intervention aus dem Ausland verstehe ich überhaupt nicht! Als ob wir uns im Bürgerkrieg befinden würden und man müßte einen Kommissar oder Wahlbeobachter nach Griechenland schicken, um den Konflikt beizulegen“.

Noch schweigt der Sportminister. Nach Angaben griechischer Medien wird er wohl doch einlenken, allerdings müßte der griechische Fußballverband in diesem Fall einen hohen Preis für seine Selbstverwaltung zahlen. Denn angeblich werden alle Zuwendungen des Staates an Profi- oder Amateurvereine ab sofort gestrichen. Der Verband soll sich bitte schön selbst finanzieren, heißt es im Sportministerium. Der nächste Konflikt mit Gagatsis ist wohl bereits programmiert…


(Bericht für die Zentralredaktion der Deutschen Welle, Juli 2006 – Ρεπορτάζ για το γερμανικό πρόγραμμα της Ντόιτσε Βέλλε, Ιούλιος 2006).

20060818

Η ΕΥΡΩΠΗ ΣΤΟ ΝΤΙΒΑΝΙ

(TV-debate for Europarltv.com in Strasbourg, France)

Πέρασαν πολλά χρόνια από τη ρήση του Κωνσταντίνου Καραμανλή για το «απέραντο φρενοκομείο». Η έντονη συζήτηση στο Ευρωπαϊκό Κοινοβούλιο για την ένταξη της Τουρκίας στην Ε.Ε. μας ανάγκασαν να την ξαναθυμηθούμε…

Είδαμε τον συνήθως γλυκομίλητο Βαυαρό ευρωβουλευτή Πόσελτ να φωνάζει ότι κάποιοι «δεν έχουν σώας τας φρένας» όταν υποστηρίζουν την Τουρκία, τον Γάλλο νεογκωλικό Τουμπόν να κατηγορεί την πλειοψηφία για «απώθηση της πραγματικότητας» και τον Βρετανό φιλελεύθερο Νταφ να του απαντά: «This is madness»!

Είδαμε επίσης την έκρηξη οργής του (ούτως ή άλλως πάντα οργισμένου) Γαλλογερμανού Κον-Μπεντίτ όταν πληροφορήθηκε ότι εκατόν σαράντα επτά ευρωβουλευτές ζήτησαν μυστική ψηφοφορία για να ενθαρρύνουν αντιτουρκικές ψήφους και διαρροές της τελευταίας στιγμής. Ο «κόκκινος Ντάνι», ο οποίος τώρα πια είναι «Πράσινος», ανέτρεξε και αυτός σε εγχειρίδια ψυχανάλυσης για να διαπιστώσει «ίχνη παράνοιας» στη συμπεριφορά αντιπάλων της τουρκικής υποψηφιότητας. Ως γνωστόν, η ψυχολογία ορίζει την παράνοια ως παθολογική καχυποψία για τα κίνητρα των ανθρώπων, συνοδευόμενη από επίμονη φοβία συνωμοσίας. Σε αυτήν την περίπτωση όμως, η διάγνωση δεν ταιριάζει στον Αυστριακό Μάρτιν, ο οποίος προειδοποιεί ότι «η Ε.Ε. οδηγείται στον γκρεμό με την ένταξη της Τουρκίας»! Μήπως βρισκόμαστε μπροστά σε μία κρίση πανικού λόγω φοβίας;

Από την άλλη πλευρά η Γερμανίδα ευρωβουλευτής των χριστιανοδημοκρατών Ζόμερ υποστηρίζει ότι η συζήτηση είναι «καθαρή υποκρισία» και «πραγματική σχιζοφρένεια». Μία αυστηρή ψυχοδυναμική ερμηνεία θα υπέθετε ότι πρόκειται για επιθετική αντίδραση, οφειλόμενη σε αίσθηση απογοήτευσης. Αλλά τι μπορεί να μας έχει απογοητεύσει τόσο πολύ; Μήπως οι ελιγμοί της ολλανδικής προεδρίας; Μα υποφέρει και η ίδια από διχασμό προσωπικότητας! Ως απλή χώρα-μέλος η χριστιανοδημοκρατική Ολλανδία είναι αντίθετη στην ένταξη της Τουρκίας, αλλά ως προεδρία θέλει να απωθήσει την αντίθεση για να επιβληθεί ως ειλικρινής διαμεσολαβητής. Είχε άλλωστε απέναντί της μία Τουρκία που σφύζει από αυτοπεποίθηση και δηλώνει ότι «δεν θα δεχθεί τίποτε λιγότερο από πλήρη ένταξη».

Βεβαίως ο Ολλανδός εισηγητής του Ευρωκοινοβουλίου για την Τουρκία Κάμιελ ΄Ερλινγκς προτείνει να μην παίρνουμε πολύ σοβαρά τέτοιες δηλώσεις διότι πρόκειται για απλό «power play», όπως υποστηρίζει. ΄Εχει διαγνώσει άραγε «σύνδρομο υπεραναπλήρωσης», δηλαδή τη συγκάλυψη έλλειψης με προσπάθεια υπερτονισμού της επιθυμητής ιδιότητας; Αυτή η συμπεριφορά ασφαλώς θα ξέφευγε από τα όρια της λογικής. Αλλά ποια λογική έχει η εκ Γαλλίας υπενθύμιση πως η Τουρκία δεν έχει νομική υποχρέωση να αναγνωρίσει διεθνώς την Κύπρο πριν από την έναρξη διαπραγματεύσεων; Επισημαίνουμε στον συνομιλητή μας ότι αν και η Κύπρος δεν κάνει παρά μόνον ό,τι έχει νομική υποχρέωση να κάνει, τότε η Τουρκία δεν θα μπει ποτέ στην Ευρωπαϊκή Ένωση. Ο κ. ΄Ερλινγκς επισημαίνει ότι η καλύτερη λύση θα ήταν η έμμεση αναγνώριση της Κύπρου.

Ελπίζουμε να μην μας παραπέμπει στο «σύνδρομο της εξιδανίκευσης», δηλαδή σε επιφανειακή ικανοποίηση μίας ανεκπλήρωτης επιθυμίας με ένα κοινωνικά αποδεκτό υποκατάστατο ως κλασικό μηχανισμό της άμυνας του «εγώ». Συμπληρώνουμε την αντίδρασή μας με έναν εξίσου (ή και περισσότερο…) αποτελεσματικό μηχανισμό άμυνας, δηλαδή την απόδοση χιουμοριστικού περιεχομένου στον παράγοντα ασφάλειας που μας απασχολεί. ΄Όπως κάνουν εκείνοι που προτείνουν στον Τούρκο πρωθυπουργό να συστήσει δική του κοινοβουλευτική ομάδα της «τουρκικής ισλαμοδημοκρατίας» για να μοιράζεται τα ίδια έδρανα με την «ευρωπαϊκή χριστιανοδημοκρατία» στο μελλοντικό Ευρωκοινοβούλιο…

(Σχόλιο για την «Απογευματινή της Κυριακής», Δεκέμβριος 2004)

20060817

ΤΟ ΜΕΓΑΛΟ ΠΑΖΑΡΙ

(The "Dream Bus": journalistic impressions from Katowice, Poland)

Θα είναι το θέμα της χρονιάς στην Ευρώπη το 2005 , όταν κοπάσουν οι πανηγυρισμοί για την επανένωση της Ευρώπης και για το Σύνταγμα. Μικρές και μεγάλες, πλούσιες και φτωχές χώρες ετοιμάζονται για τη μεγάλη μάχη με αντικείμενο τί άλλο; Τις επιδοτήσεις και τις δαπάνες της Ε.Ε. στο Δ΄ Κοινοτικό Πλαίσιο Στήριξης την περίοδο 2007 – 2013.

Η φιλόδοξη προεδρία του Λουξεμβούργου θέλει να βρει λύση μέχρι τον Ιούνιο. Η Ελλάδα έχει κάθε συμφέρον να βοηθήσει, εκτιμά ο ευρωβουλευτής της Ν.Δ. Κωστής Χατζηδάκης :

«Ελπίζουμε να ληφθούν οι αποφάσεις επί λουξεμβουργιανής προεδρίας, διότι αργότερα θα έχουμε μία προεδρία εξαιρετικά δύσκολη, τη βρετανική. Πρέπει να ξέρουμε ότι αν δεν ληφθούν αποφάσεις τώρα κινδυνεύουμε να μπούμε σε μεγάλες περιπλοκές. Πρώτον διότι οι προεδρίες που ακολουθούν είναι από την «άλλη πλευρά», (δηλαδή η αυστριακή και η φινλανδική προεδρία) και δεύτερον γιατί αν δεν ληφθούν οι αποφάσεις τώρα εγκαίρως ίσως δεν θα μπορέσει και το 4ο Κοινοτικό Πλαίσιο Στήριξης το 2007 να ξεκινήσει εγκαίρως...»

Ο ευρωβουλευτής της Ν.Δ. συμμετέχει στην καθ' ύλην αρμόδια «Επιτροπή Δημοσιονομικών Προοπτικών» του Ευρωκοινοβουλίου. Μέλος της ίδιας επιτροπής είναι και η επικεφαλής των ευρωβουλευτών του ΠΑΣΟΚ Μαριλίζα Ξενογιαννακοπούλου, η οποία υποστηρίζει ότι πρόκειται για καθαρά πολιτικό θέμα:

«Είναι θέμα αξιοπιστίας της ευρωπαϊκής ηγεσίας συνολικά, να μπορέσουμε όλους αυτούς τους πολιτικούς στόχους που θέτουμε να τους υλοποιήσουμε. Είναι λίγο ειρωνικό σε μία περίοδο που συζητάμε για την επικύρωση του ευρωπαϊκού συντάγματος και για μία νέα στρατηγική της Λισαβόνας με έμφαση στην απασχόληση, σε μία περίοδο που όλοι θέλουμε η Ε.Ε. να αποκτήσει μια πιο δυνατή φωνή και έναν ισχυρό ρόλο στη διεθνή κοινότητα, να μην έχει τα μέσα για να χρηματοδοτήσει τις αντίστοιχες πολιτικές...»

Φέτος ο προϋπολογισμός της διευρυμένης Ε.Ε. ξεπέρασε για πρώτη φορά τα 100 δις ευρώ. Για την περίοδο 2007 – 2013 στο τραπέζι των διαπραγματεύσεων δεν κάθονται μόνο οι λιγότερο πλούσιες χώρες του μεσογειακού Νότου, αλλά και οι ακόμη φτωχότερες χώρες της ανατολικής Ευρώπης. Υπάρχει λοιπόν ορατός κίνδυνος να θελήσουν οι «πλούσιες χώρες» να διασπάσουν το μέτωπο των «φτωχών» ;

«Ναι, αυτό τους λένε ήδη» υποστηρίζει ο Κωστής Χατζηδάκης. «Μάλιστα οι Εγγλέζοι το λένε περίπου ανοιχτά. Λένε δηλαδή ότι θα πρέπει να επικεντρώσουμε τη βοήθεια από δώ και πέρα στους ανατολικούς. Παραγνωρίζοντας ωστόσο ότι υπάρχουν πολλές περιφέρειες που χρειάζονται ουσιαστική στήριξη και σε μας στην Ελλάδα, αλλά και στην Πορτογαλία, την Ισπανία, ακόμη και στα ανατολικά κρατίδια της Γερμανίας και στον Νότο της Ιταλίας".

Πάντως και η Ελλάδα έχει τα δικά της διαπραγματευτικά όπλα για να πλησιάσει τους Ανατολικοευρωπαίους...

"Τους λέμε ότι είμαστε όλοι από την πλευρά των φτωχών" επισημαίνει ο Έλληνας ευρωβουλευτής "Aν διασπαστεί το μέτωπο και σας πούνε ότι «σ΄εσάς δίνουμε προτεραιότητα, αφήστε τους Ισπανούς, τους ΄Ελληνες και τους Πορτογάλους» τότε σήμερα χτυπάει η καμπάνα για μας, αλλά αύριο μπορεί να χτυπήσει για σας"!

Για τις αγροτικές δαπάνες, που ξεπερνούν το 40% του κοινοτικού προϋπολογισμού, έγινε ήδη μία πρώτη συμφωνία για την περίοδο 2007 – 2013, η οποία μάλλον δεν αποτελεί τον καλύτερο οιωνό για τις μελλοντικές διαπραγματεύσεις επί του συνόλου του προϋπολογισμού. Ο ευρωβουλευτής της Ν.Δ. και πρώην συνδικαλιστής της ΠΑΣΕΓΕΣ Γιάννης Γκλαβάκης πιστεύει ότι η συμφωνία αυτή δεν έχει μακροχρόνια προοπτική:

«Από καθαρά εισπρακτική άποψη η συμφωνία ίσως να είναι καλή» υποστηρίζει ο ΄Ελληνας ευρωβουλευτής. «Όμως το θέμα δεν είναι αυτό, το θέμα είναι το μέλλον της ελληνικής γεωργίας. Και εδώ δυστυχώς δεν έχουμε καμία απάντηση» !

Η χαμηλή απορροφητικότητα των κοινοτικών πόρων από τον κρατικό μηχανισμό στην Ελλάδα δεν συνδέεται άμεσα με τη συζήτηση για τις δημοσιονομικές προοπτικές. ΄Ομως η ευρωβουλευτής του ΠΑΣΟΚ Μαριλίζα Ξενογιαννακοπούλου υποστηρίζει ότι επηρεάζει τη διαπραγματευτική θέση της χώρας για την περίοδο 2002 – 2013. Και ότι «όταν υπάρχουν προβλήματα απορροφητικότητας στις διαρθρωτικές πολιτικές αυτό δημιουργεί ένα αρνητικό κλίμα για τις χώρες της συνοχής. Και δυστυχώς όπως είδατε και η Ελλάδα αυτές τις μέρες βρίσκεται στο στόχαστρο της κριτικής της Ευρωπαϊκής Επιτροπής γι αυτές τις αδυναμίες».

Διαφορετική άποψη εκφράζει ο ευρωβουλευτής της Ν.Δ. Κωστής Χατζηδάκης. Υποστηρίζει ότι «μέσα σε 9 μήνες έχουν ανέβει οι απορροφήσεις στην Ελλάδα από το 22% στο 32%. Επίσης είναι χαρακτηριστικό ότι σύμφωνα με τους υπολογισμούς του Υπουργείου Εθνικής Οικονομίας, για την περίοδο μέχρι το τέλος του 2004 δεν θα έχουμε κίνδυνο αποδέσμευσης κονδυλίων που είχαμε δεσμεύσει για το Κοινοτικό Πλαίσιο Στήριξης..."

Πέρα από τις όποιες διαφορές ανάμεσα στα δύο μεγάλα κόμματα, υπάρχει μία κοινή αφετηρία σκέψης και πολιτικού σχεδιασμού : Ο προϋπολογισμός της Ε.Ε. στην περίοδο 2007 – 2013 δεν θα είναι θέμα απλώς λογιστικό, αλλά καθαρά πολιτικό. Και αποφασιστικό για το μέλλον της ευρωπαϊκής συνοχής.

(Ρεπορτάζ για την Deutsche Welle, Ιανουάριος 2005)


20060816

Η ΠΟΛΙΤΙΚΟΣ ΡΟΥΣΛΑΝΑ

Για όσους τη γνώρισαν στη Γιουροβίζιον, η Ρουσλάνα Λυστσέτσκο είναι μία ξένοιαστη ποπ τραγουδίστρια, που απολαμβάνει την επιτυχία. Στο Ευρωπαϊκό Κοινοβούλιο είδαμε όμως μία διαφορετική Ρουσλάνα. Ακούσαμε τη νικήτρια της Γιουροβίζιον να αγωνιά για τις πολιτικές εξελίξεις, να προσπαθεί να ευαισθητοποιήσει την κοινή γνώμη για την κατάσταση στην Ουκρανία και να υποστηρίζει με πάθος την «πορτοκαλί επανάσταση» του Βίκτωρ Γιουστσένκο.

΄Εχει αλλάξει άραγε η ίδια ή μήπως έχει αλλάξει …η Ουκρανία;

«Τα γεγονότα στην Ουκρανία με έχουν επηρεάσει πολύ» μας λέει. «΄Ηταν ό,τι πιο συγκλονιστικό έχω ζήσει μέχρι σήμερα. Ναι λοιπόν, έχω αλλάξει ως πολίτης αυτής της χώρας, γιατί αγαπώ τη χώρα μου ακόμη πιο πολύ… Και θέλω να κάνω ό,τι μπορώ για το καλό της. Δεν λέω φυσικά ότι κάνω κάτι ξεχωριστό, δεν είμαι ήρωας. Οι πραγματικοί ήρωες είναι όλοι αυτοί που βρέθηκαν για μέρες ολόκληρες στους δρόμους…»

Η Ρουσλάνα μας εξέφρασε και μία επιθυμία της: θα ήθελε να διοργανώσει μία συναυλία υπέρ της αντιπολίτευσης στο Κίεβο με όλα τα αστέρια της Γιουροβίζιον – και κυρίως (με ποιον άλλον; ) με τον Σάκη Ρουβά!

«Θα θέλαμε πολύ να μπορούσαν να υποστηριχθούν οι δυνάμεις της νίκης και της αλήθειας από τους καλλιτέχνες της Γιουροβίζιον» λέει η νικήτρια του τελευταίου διαγωνισμού. «Για μένα τα αστέρια της διοργάνωσης ήταν ο Ζέλικο Γιουκσίμοβιτς, ο Σάκης Ρουβάς, οι Ατένα και άλλοι… Μετά τον δεύτερο γύρο των εκλογών θα ήθελα να διοργανώσουμε μία μεγάλη συναυλία στην κεντρική πλατεία του Κιέβου, στην Πλατεία Ανεξαρτησίας. Και να καλέσουμε όλους αυτούς τους ανθρώπους να έρθουν και να τραγουδήσουν. Με τον Σάκη είμαστε σε συνεχή επαφή και θέλω να πιστεύω ότι δεν θα έχει κάποιον λόγο ή κάποια άλλη υποχρέωση για να μην έρθει μαζί μας. Και να σας πω και μία ιστορία για τον Σάκη; Μόλις η Ελλάδα κατέκτησε το Ευρωπαϊκό Πρωτάθλημα Ποδοσφαίρου θυμάμαι ότι του είχα τηλεφωνήσει και ότι και οι δύο φωνάζαμε στο τηλέφωνο πανηγυρίζοντας για την Ελλάδα. ΄Ισως τώρα μπορούμε να βρεθούμε πάλι μαζί, πανηγυρίζοντας για την Ουκρανία»!

Κι όμως, η Ρουσλάνα δεν είναι πολιτικός, ούτε και θέλει να γίνει. Τη ρωτάμε αν πιστεύει ότι θα δούμε σύντομα γυναίκα πρωθυπουργό στην Ουκρανία, εννοώντας φυσικά τη χαρισματική Γιούλια Τιμοσένκο, το νούμερο δύο της αντιπολίτευσης. Μας απαντά ότι η πολιτική είναι για τους πολιτικούς. Και ότι εκείνη θέλει μόνο να μιλήσει στην καρδιά των ανθρώπων στην Ουκρανία, αλλά και σε όλη την Ευρώπη.

«Κοιτάξτε, δεν αισθάνομαι ότι μπορώ να σας απαντήσω με επαγγελματικό τρόπο για την πολιτική στην Ουκρανία, για το τι μπορεί και το τι δεν μπορεί να γίνει τελικά. Η επιθυμία μου είναι να διηγηθώ τα γεγονότα από την οπτική γωνία των απλών ανθρώπων. Γιατί βλέπω ότι οι πολιτικοί μας στην Ουκρανία χρησιμοποιούν περισσότερο τη λογική τους, παρά τα συναισθήματά τους».

(Ρεπορτάζ για την Deutsche Welle, Δεκέμβριος 2004)